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Museum Ritter
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Zwischen Ordnung und Leben
Konstruktive Kunst heute

25. Oktober 2026 bis 18. April 2027

 

Ausstellungseröffnung: Samstag, 24. Oktober 2026, 17 Uhr

 

Wie zeigt sich die konstruktive Kunst heute? Welche Ideen entstehen aus klaren Ordnungsprinzipien und wie werden sie künstlerisch umgesetzt? Die Ausstellung gibt anhand von acht Positionen einen exemplarischen Einblick in aktuelle Entwicklungen. Neben Malereien, Zeichnungen und Fotografien sind zahlreiche Plastiken, Assemblagen, Keramiken und Objekte wie auch einige Installationen zu sehen, die eigens für die Schau konzipiert wurden.

 

Ein geometrisches Formenvokabular und ein planvolles Vorgehen werden in diesen Werken nicht als rein formalistische oder starre Systeme verstanden, sondern als offenes Feld für die Entfaltung neuer künstlerischer Konzepte. Die Ausstellung zeichnet so ein erweitertes und vielschichtiges Bild konstruktiver Kunst: Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Phänomenen des Alltags sowie die Beziehung zur Lebenswirklichkeit, ihren sozialen Strukturen und individuellen Erfahrungsräumen. Diese Rückbindung an die Realität entsteht häufig bereits dadurch, dass die Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten aus Dingen des Alltags gestalten. Manchmal schaffen sie aus banalen Gebrauchsutensilien wie billigen Verpackungsmaterialien oder Wattestäbchen utopisch anmutende Architekturen, dann wieder werden altbekannte Wohnaccessoires wie Fadengardinen oder gebrauchte Möbelstücke in visionäre Kunst transformiert. 

 

Zahlreiche Gemälde der Ausstellung verbinden eine klare Formensprache und Prinzipien der Farbfeldmalerei mit einer reich nuancierten Farbgebung. Sie bewegen sich mitunter an der Schnittstelle von Abstraktion und Gegenständlichkeit: Die Bilder erinnern zum Beispiel an vertraute Landschaften oder verweisen auf die Symbolsprache indigener Kulturen. Damit haben diese biografisch geprägten Werke einen deutlichen Bezug zur fernen Heimat ihrer Schöpferinnen. Ihnen stehen Arbeiten gegenüber, in denen die Strenge geometrischer Ordnungen durch einen malerischen Farbauftrag, handgeführte Linien, Falten oder Lücken im System aufgebrochen und belebt wird. 

Mit Werken von Nándor Angstenberger, Doris Erbacher, Clare Goodwin, Erika Hock, Peter K. Koch, Mona Radziabari, Nicola Staeglich und Amalia Valdés