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Museum Ritter
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Highlights. Lichtkunst aus der Sammlung

18. Oktober 2020 bis 11. April 2021

 

 

Im Erdgeschoss des Museums sind Glanzstücke der zeitgenössischen Lichtkunst aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter zu sehen. Sie belegen die andauernde Faszination von Kunstschaffenden für das Licht und die damit verbundenen gestalterischen Möglichkeiten. Neue technische Verfahren und Leuchtmittel befeuern zudem das große Interesse der Gegenwartskunst am kreativen Umgang mit Licht. So verwenden viele Künstlerinnen und Künstler heute bevorzugt LEDs, deren Lichtfarben sich per Computersteuerung mischen und dynamisch verändern lassen. In diesen Werken wirken Hightech und Sinnlichkeit, technisches Kalkül und Poesie eindrucksvoll zusammen.

 

Die leuchtenden Highlights der Ausstellung geben einen Einblick, wie vielfältig Licht eingesetzt wird: Maurizio Nannucci adaptiert Methoden der herkömmlichen Leuchtreklame und findet mithilfe farbiger Neonröhren zu einer geometrischen Gestaltung des emotional aufgeladenen Wortes LOVE. Die kühl strahlenden Werke von Brigitte Kowanz, die mit unterschiedlichen Leuchtmitteln arbeitet, machen das ephemere Medium Licht subtil sichtbar. Die Künstlerin geht den Fragen nach, was Licht ist, wie es Raum definiert oder wie es in Verbindung mit Schrift zum Informationsträger wird.

 

Werner Bauer wiederum setzt in seinen Leuchtkästen Acrylglas und lichtleitende beziehungsweise –sammelnde Folien ein, die dem per se immateriellen Licht scheinbar Richtung und Form geben. Seine Werke bewegen sich ebenso wie die farblich sanft pulsierenden LED-Lichtquadrate von Miriam Prantl und Betty Rieckmann zwischen klar definierter geometrischer Form und sinnlich-atmosphärischem Spiel. Als mathematisch ausbalancierte Komposition präsentiert sich das Licht-Relief von Gregorio Vardanega, bei dem die Verteilung von farbigen Leuchtbalken auf weißem Grund den klassischen Prinzipien der konstruktiven Kunst folgt. François Morellet schließlich gelingt es wie keinem Zweiten, aus grellem Neonlicht Werke von spielerischer Leichtigkeit und hintergründigem Humor zu schaffen.

 

Ausstellungsbeteiligte:

Werner Bauer, Brigitte Kowanz, Siegfried Kreitner, Adolf Luther, François Morellet, Jan van Munster, Maurizio Nannucci, Miriam Prantl, Betty Rieckmann, Annette Sauermann, Gregorio Vardanega

 

Abbildungen:

Betty Rieckmann, A Morphing Frank Stella 10, 2015, Foto: Künstlerin, © Künstlerin

Werner Bauer, L 65/93, 1993, Foto: Olaf Nagel, © Künstler

Maurizio Nannucci, LOVE, 2013, Foto: Gerhard Sauer, © Künstler

Brigitte Kowanz, Die einmalige Erscheinung einer Ferne so nah sie auch sein mag, 2020, Foto: Matthias Herrmann, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020