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Antonio Calderara: "… ich möchte das Nichts malen, das das Ganze ist, das Schweigen, das Licht, möchte das Unendliche malen."
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Es hat einige Jahre gedauert, bis Antonio Calderara seinen endgültigen künstlerischen Ausdruck fand. Von den späten 1920er bis in die 1950er Jahre hinein experimentierte der Autodidakt zunächst mit verschiedenen Stilen, malte impressionistisch angehauchte Landschaften, Stillleben in erdigen Farben sowie Porträts und melancholische Figurenbilder, die an die kühle Malerei der Neuen Sachlichkeit erinnern. Im Laufe der 1950er Jahre vereinfacht sich der Aufbau seiner Bilder zusehends in Richtung Frontalität und Flächigkeit. Sein favorisiertes Motiv wird nun die oft dunstige, vom Sonnenlicht in pastellige Töne getauchte Landschaft des oberitalienischen Orta-Sees, an dem der Künstler viele Jahrzehnte lebte. In den Orta-See-Arbeiten erreicht er einen immer größeren Abstraktionsgrad. Landschaft und Architektur werden bald völlig stilisiert und in geometrische Formen aufgelöst, so dass sie nur noch als zartes Echo oder ferne Erinnerung des realen Sujets erscheinen.
Eine flächige, aus Farbe und Licht aufgebaute Gegenstandslosigkeit bestimmt fortan Antonio Calderaras Malerei. Die Bildfläche ist nun vollends zu subtil nuancierten Farbfeldern geworden: Der Bildraum wird ganz zum Lichtraum, der von innen heraus förmlich zu glühen scheint. Von großer Bedeutung sind dabei Zahlen- und Proportionsverhältnisse, also Maß und Ordnung. Wenngleich Antonio Calderara diesbezüglich den Vertretern der Konkreten Kunst nahe steht, so folgen seine Bilder doch keinem rationalen Bild- und Farbkonzept. Die zarte Schönheit seiner Werke basiert vielmehr auf einem feinsinnig austarierten Gleichgewicht von geometrischer Ordnung und starker malerischer Intuition.
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1903
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geboren in Abbiategrasso [I]
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1978
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gestorben in Vacciago di Ameno [I]
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1923–25
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Ingenieurstudium in Mailand
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1925
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Abbruch des Studiums, autodidaktische Hinwendung zur Malerei
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ab 1954
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Beschäftigung mit den Arbeiten Mondrians
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1956
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Biennale di Venezia
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ab 1959
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ungegenständliche Malerei
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1968
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documenta 4, Kassel
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