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Dóra Maurer: "Meine Arbeit … entstammt dem heuristischen Erlebnis der Bewegung, der Prozesshaftigkeit und Veränderlichkeit aller Dinge."
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Für Dóra Maurer ist Kunst keine statisch festgelegte Tatsache, sondern ein dynamisches Ereignis. Veränderung ist daher in ihrem Schaffen ein zentrales Thema. Unentwegt sucht die Künstlerin nach Bildvariationen, die sich innerhalb eines zuvor genau festgelegten Regelsystems durch Verschiebung, Verzerrung und Überlappung einzelner Elemente ergeben. Um die Mitte der 1970er Jahre entwickelte Dóra Maurer das Konzept der sogenannten "Quasi-Bilder". Bereits die Betitelung dieser Gemälde deutet an, dass es sich hier um Momentaufnahmen und Ausschnitte eines komplexen bildnerischen Systems handelt. In den 1990er Jahren verfeinerte sie ihre Überlegungen und führte verstärkt Perspektivkonstruktionen ein, die ihren Bildern eine starke tiefenräumliche Wirkung verliehen. Mitunter erzielte sie die gewünschten perspektivischen Verzerrungen durch die Projektion eines Quasi-Bildes auf eine gewölbte Fläche. Die entsprechend deformierten Formen übertrug sie dann wieder auf einen planen Bildträger.
Auf diese Weise ist auch das mehrteilige Werk "Hemisphärische Drillinge", bestehend aus drei Bildtafeln und einer sphärischen Wandzeichnung, entstanden: In ein halbkugelig gewölbtes Rastergitter sind hier verschiedenfarbig umrissene Rechtecke eingepasst, die nach bestimmten Regeln verkürzt, gedehnt und überlagert worden sind. Bis heute bestimmen die perspektivisch gekrümmte Form sowie die Darstellung von Bewegung im Raum das Werk der Künstlerin. Immer wieder erneuert Dóra Maurer ihre einmal gefundenen Bildsysteme. So steigern etwa in den Werken der letzen Jahre semitransparent wirkende, sich auch tonal überlagernde Farbflächen die Suggestion von Räumlichkeit und den oft einhergehenden Eindruck von Schwerelosigkeit. |
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| Biographie |
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1937
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geboren in Budapest lebt und arbeitet in Budapest
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1955–61
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Studium an der Hochschule der Bildenden Künste, Budapest
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1967–68
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Arbeitsstipendium in Wien
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1987–91
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Lehrauftrag an der Hochschule für angewandte Kunst, Budapest
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ab 1990
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Dozentin an der Hochschule der Bildenden Künste, Budapest
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2003
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Ernennung zur ordentlichen Professorin der Hochschule der Bildenden Künste, Budapest Kossuth-Preis
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2005
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Gründungsmitglied der Open Structures Art Society (OSAS), Budapest
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