Museum Ritter Museum Ritter
English Version
Newsletter
François Morellet- Die Quadratur des Quadrats
(17.05. - 27.09.2009)
Das MUSEUM RITTER auf Reisen
(28. Mai 2009 - 25. Juni 2009)
Gastspiel
(26.10.08 - 26.04.09)
Alighiero Boetti
(26.10.08 - 26.04.09)
Werner Bauer
(18.05.08 - 28.09.08)
Bildertausch 3
(18.05.08 - 28.09.08)
Horst Bartnig
Antonio Calderara
Rita Ernst
Hans-Jörg Glattfelder
István Haász
Dóra Maurer
Manfred Mohr
Vera Molnar
Jürgen Paas
Peter Weber
Neue Freunde
(28.10.2007 - 20.4.08)
Geneviève Claisse
(28.10.2007 - 20.04.08)
George Pusenkoff
(06.05. - 30.09.2007)
Bildertausch 2
(06.05. - 30.09.2007)
Bewegung im Quadrat
(22.10.2006 - 15.04.2007)
Bildertausch 1
(21.05. - 03.10.2006)
Marcello Morandini
(21.05. - 03.10.2006)
SQUARE
(18.09.2005 - 23.04.2006)
Vera Molnar:
"In meiner Arbeit gibt es keine Bestandteile symbolischer, metaphysischer,

mystischer Art, es gibt keine Botschaft. Überhaupt keine Botschaft."
In Vera Molnars Kunst geht es um Ordnung und Strukturen, und dafür hat sie ihr künstlerisches Vokabular auf wenige geometrische Grundelemente wie den Kreis, die Linie und vor allem das Quadrat beschränkt. Mit diesem einfachen Formenfundus erzielt sie in ihren Gemälden und Papierarbeiten durch die Verwendung von Symmetrien und seriellen Strukturen ein Maximum an ästhetischer Wirkung. So entstehen Bilder von äußerster Präzision wie etwa das Gemälde »3 Ronds, 3 Couleurs«, in dem neun sich und den Bildrand tangential berührende Kreise in Rot- und Braunvariationen derart gleichmäßig angeordnet sind, dass sich optisch der Eindruck einer quadratischen Formation ergibt. Andere Kompositionen basieren auf der Winkelgeometrie von Buchstaben – M wie Malewitsch etwa. »Die Buchstaben sind«, so Vera Molnar, »in schöner soldatischer Ordnung auf der Oberfläche verteilt oder in verschiedenen Rhythmen oder zufällig«. In ihrer regelmäßigen Reihung werden sie zum reinen Ornament.

Unverkennbar ist in allen Werken der Künstlerin ihre große Vorliebe für Ordnungssysteme, ihre Konzentration auf eine Form und daraus entwickelte Sequenzen. Diese mathematisch-rationale Herangehensweise führte Vera Molnar schon in den 1960er Jahren als eine der ersten Künstlerinnen überhaupt zur Einbeziehung des Computers und seines rechnerischen Potenzials in ihre systematische Kunst. Mit Hilfe selbst entwickelter Computerprogramme konnte sie ihre künstlerischen Forschungen zur Bildorganisation entscheidend vorantreiben. Der reinen Arithmetik und dem analytischen Verfahren stellt sie dabei immer wieder das Moment des Zufalls und die freie künstlerische Intuition zur Seite. Aus dieser subtilen Balance zwischen Ordnung und Zufall, zwischen Systematik und Spiel beziehen Vera Molnars Arbeiten ihre spezifischen Qualitäten.
Biographie

 
1924 geboren in Budapest lebt und arbeitet seit 1947 in Frankreich (Paris und Normandie)
1942–47 Studium an der Hochschule der Bildenden Künste, Budapest
1947 Rom-Stipendium
1960 Mitglied von GRAV (Groupe de Recherche d’Art Visuel)
ab 1968 Arbeit mit Computer und Plotter
1974–76 Entwicklung des Computerprogramms »Molnart«
1980 Mitglied des Centre de Recherche Experimentale et Informatique des Arts Visuels (CREIAV) an der Sorbonne, Paris
1980–85 Lehrauftrag für bildende Kunst und Kunstwissenschaft an der Sorbonne, Paris
2005 d.velop digital art award (ddaa) 2005, Berlin
Drucken