Museum Ritter Museum Ritter
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François Morellet- Die Quadratur des Quadrats
(17.05. - 27.09.2009)
Das MUSEUM RITTER auf Reisen
(28. Mai 2009 - 25. Juni 2009)
Gastspiel
(26.10.08 - 26.04.09)
Alighiero Boetti
(26.10.08 - 26.04.09)
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(18.05.08 - 28.09.08)
Bildertausch 3
(18.05.08 - 28.09.08)
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Rita Ernst
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Neue Freunde
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Geneviève Claisse
(28.10.2007 - 20.04.08)
George Pusenkoff
(06.05. - 30.09.2007)
Bildertausch 2
(06.05. - 30.09.2007)
Bewegung im Quadrat
(22.10.2006 - 15.04.2007)
Bildertausch 1
(21.05. - 03.10.2006)
Marcello Morandini
(21.05. - 03.10.2006)
SQUARE
(18.09.2005 - 23.04.2006)
Rita Ernst:
"Architektur ist nur noch eine Erinnerung, wie ein Schatten"
Die in Zürich lebende Künstlerin Rita Ernst wird nicht allein auf Grund ihres Wohnsitzes mit den Zürcher Konkreten in Zusammenhang gebracht, ebenso steht ihr geometrisches Formenvokabular den Werken dieser Künstlergruppe nahe. Tatsächlich geht auch sie systematisch und analytisch vor, wenn sie genauestens Formenkataloge entwirft, das Potenzial der Waagrechten, Senkrechten und Diagonalen in zahlreichen Variationen ausschöpft oder nach dem Bausteinprinzip verfährt.
Gleichzeitig aber löst sie sich von dieser regelhaften Arbeitsweise, indem sie Farben intuitiv nach Stimmungslage und momentaner, subjektiver Wahrnehmung auswählt, womit sie rationale Prinzipien mit Emotionalität in Einklang bringt.
Seit Ende der 1990er Jahre dienen Grundrisse von Kirchen oder architektonischen Anlagen als Ausgangspunkt ihrer Malerei, wobei die Künstlerin bereits zehn Jahre zuvor Grundrisse von Kirchen in ihr Tagebuch skizzierte. In einem ersten Entwurf wird der von ihr gewählte Grundriss in ein abstraktes System aus schmalen vertikalen Balken transformiert, das sich aber schon relativ frei zu seinem Vorbild verhält. Dieses Balkensystem überträgt die Künstlerin dann auf die monochrom grundierte Leinwand und ordnet den schmalen Balken eine zweite Ebene von flächigen Bildelementen zu. Diese einfarbigen Rechtecke bilden zur kleinteiligen Balkenstruktur eine sekundäre Ordnung, die darüber zu schweben scheint. Die hierbei ausgewählten Farbwerte haben durchaus symbolischen Charakter. So erinnert die Farbe Gold etwa an Gemälde oder Mosaiken in sakralen Gebäuden oder Hellblau assoziiert die Nähe zum Meer des gemalten Ortes. Auch die gezeigten Arbeiten belegen die Wichtigkeit eines regelhaften Bildaufbaus innerhalb ihres Werkes – gleichzeitig verschwindet jedoch die Systematik hinter einer sinnlichen Bildwirkung, die emotional anspricht.
 
Biographie

 
1956 geboren in Windisch [CH] lebt und arbeitet in Zürich und auf Sizilien
1972–76 Studium an der Kunstgewerbeschule Basel
1979 Eidgenössisches Stipendium für angewandte Kunst
1982 Atelieraufenthalt in der Cité Internationale des Arts, Paris
1983 Aufenthalt im Gastatelier der Stadt Zürich, New York
1991 Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis, Zürich
1996 1. Premio Trevi Flash Art Museum, Trevi [I]
ab 1997 »Progetto Siciliano«
2006 Fontana-Gränacher Preis,Zürich
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