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| Deklinationen des Lichts – Ein Rundgang durch die Ausstellung |
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Werner Bauer hat sein gesamtes Schaffen der künstlerischen Deklination des Lichts gewidmet und die Disziplin der Konkreten Kunst um neue visuelle und materiale Dimensionen bereichert. Seit den 1960er Jahren ist ein ebenso umfangreiches wie beeindruckendes Werk entstanden, das sich am Alphabet der Geometrischen Abstraktion orientiert. Licht – natürliches wie künstliches – steht im Zentrum der künstlerischen Auseinandersetzung Werner Bauers. Dieses nicht greifbare, immaterielle Element setzt er als bildnerisches Gestaltungsmittel ein. In sechs Werkgruppen macht er auf hohem ästhetischem Niveau physikalische Phänomene deutlich und erfindet mit neuartigen technischen Materialien fortwährend neue Deklinationen des Lichts.
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lux: Licht
In der ersten Werkgruppe untersucht Werner Bauer das Wechselspiel von Licht und Schatten an konkreten Objekten aus Holz. Der unterschiedliche Lichteinfall auf in serieller Reihung angeordnete Holzelemente bewirkt ständig veränderte Sinneseindrücke.
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lucis: Licht brechen
In den Arbeiten mit polierten und geschliffenen Plexiglaskörpern werden optische Phänomene beschrieben, die durch Lichtbrechung entstehen. Positionsveränderungen des Betrachters oder die mechanische Bewegung mancher Objekte irritieren die Wahrnehmung. |
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luci: Licht leiten
Mit der Entdeckung von Silikon als Lichträger gelingt es, Licht als Bildmittel einzusetzen. Im Kontakt mit Plexiglas unterbricht das transparente Material die Totalreflektion des Lichts und lässt es in die aufgetragenen Strukturen einfließen.
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lucem: Licht ordnen
Das Experimentieren mit industriell hergestellten Folien eröffnet Werner Bauer neue künstlerische Möglichkeiten. Bei den Arbeiten mit Lichtsammelfolie wird das einfallende Licht gebündelt und tritt an den Schnitt- und Knickkanten der Folie wieder aus. So kann das Licht nach den eigenen Vorstellungen geordnet und geformt werden.
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lux: Licht teilen
OLF-Folie hat die besondere Eigenschaft, durchfallendes Licht in zwei Richtungen aufzuspalten. Durch Verdoppelung und Winkelveränderung entstehen real nicht existierende Strukturüberlagerungen und die Illusion von Tiefenräumlichkeit.
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luce: Licht mischen
Bei der jüngsten Werkgruppe experimentiert der Künstler mit Farbe und gewährt dem Betrachter Einblick in die Gestaltung der Objekte. Die lichtspaltende Folie mischt die Farben neu und erzeugt die real nicht existierende Farbkonstellationen.
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