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Andreas Brandt Rot und Schwarz, 1991 |
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Von extremer Einfachheit, besitzt das Gemälde Rot und Schwarz eine bestechende Klarheit und einen lebendigen Rhythmus. Obwohl die vier roten Quadrate sich an den linken Bildrand schmiegen und die schwarzen Balken alle am rechten Rand verankert sind, fällt das Gemälde doch nicht in zwei Hälften auseinander: Durch die Anordnung in waagerechten Zeilen nehmen wir viel eher vier horizontal übereinander geschichtete Gegensatzpaare wahr.
Dabei gelingt dem Maler, dass wir den weißen Raum nicht als Leere empfinden, sondern als spannungsgeladenes Dazwischen. Wir arbeiten die Zeilen nicht einfach in Leserichtung ab, von links nach rechts und oben nach unten; vielmehr bahnt sich ein von unten nach oben aufsteigender Rhythmus an, wobei das Bild nicht über seine eigene Fläche hinaus weitergedacht werden soll, da es durch seine Ordnung klar begrenzt wird. |
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