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Sabine Straub 1963 geboren in Köln lebt und arbeitet in München 4 hoch 3, 2006 Wellpappe 4 Kuben, je 110 x 110 x 110 cm (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2006/2007 |
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Für ihre Installation hat sich Sabine Straub den schwierigsten Ort im MUSEUM RITTER ausgesucht – den Treppenaufgang. Dieser Verbindungstrakt zwischen Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss ist kein Ausstellungsraum und schon gar kein klassischer Museumsraum. Aber gerade das ist für die Künstlerin eine Herausforderung. Immer ist die Auseinandersetzung mit einer konkreten Raumsituation Basis für die Entwicklung ihrer künstlerischen Projekte. »Das Spiel mit dem Raum als Volumen, seine Eigenheiten in der Konfrontation mit dem Menschen interessieren mich. Mit meinen Arbeiten möchte ich Orte schaffen und Zeichen setzen«, sagt die Künstlerin, die bei zahlreichen Kunst-am-Bau-Wettbewerben als Siegerin hervorging. In ihr steckt ein besonderes Talent, sich auf unterschiedliche räumliche Situationen einzulassen und für deren Gestaltung die richtige künstlerische Sprache zu finden.
Der Treppenraum hat einen extremen Zuschnitt, er ist nur wenig mehr als einen Meter breit und an manchen Stellen bis zu zehn Meter hoch. Drei Gestaltungselemente bestimmen diesen Raum – die quadratischen Oberlichter, die dunkle Holztreppe als flächige Einheit und der markante, expressive Handlauf. In dieses Raumkontinuum spannt die Künstlerin vier Kuben aus Wellpappe. Je nach Standort des Betrachters werden die in unterschiedlichen Höhen montierten Würfel anders wahrgenommen: Vom Erdgeschoss aus wirken die Kuben beinahe bedrohlich, so als würden sie gerade herabstürzen; beim Hinuntergehen hingegen sieht man die Installation als fragile, schwebende oder tanzende Reihe vor sich. Von verschiedenen Perspektiven aus betrachtet, oszilliert die Arbeit von Sabine Straub zwischen Leichtigkeit und Schwere, Ernst und Spiel. Mit hoher Präzision in der Verarbeitung des Materials und einer raffinierten formalen Konzeption verwandelt die Bildhauerin den Funktionsraum in einen Erlebnisraum. |
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