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Vadim Kosmatschof 1938 geboren bei Moskau lebt und arbeitet in Wiesbaden und Wien Unfolding Square, 2006 Computersimulation Leihgabe des Künstlers
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Die Skulpturen des russischen Bildhauers Vadim Kosmatschof befassen sich mit einem hochaktuellen Problem unserer Zeit – dem ökologischen Gleichgewicht. Der ungestörte Haushalt der Natur kann nur durch ein radikales Umdenken in Bezug auf die Gewinnung und Anwendung sauberer Energie in allen Lebensbereichen erhalten bleiben. Seit fast 20 Jahren setzt sich der Künstler mit der Veranschaulichung dieses Themas auseinander. In Analogie zu den biologischen Zyklen von lebenden Organismen folgen seine Solarskulpturen einem Tag-Nacht-Rhythmus, sie verändern ihre Gestalt und schöpfen dabei ihre Energie aus dem Prinzip der Fotosynthese. Damit visualisieren sie eines der zentralen Anliegen des 21. Jahrhunderts – den emissionsfreien Energiekreislauf.
In der Ausstellung präsentiert der Künstler in Zusammenarbeit mit dem Wiener Architekturbüro veech.media.architecture das Modell einer großformatigen Plastik für den öffentlichen Raum. Der im Maßstab 1: 3 entwickelte Prototyp aus poliertem Edelstahl faltet sich in einem drei- bis fünfminütigen Rhythmus auf und zu und verändert dadurch kontinuierlich seine Gestalt. Eine besondere Dynamik resultiert aus der Interaktion, die dieses Kunstwerk mit seiner direkten Umgebung einfordert: Durch die Bewegung werden Umraum und Besucher im Quadrat gespiegelt und folglich integraler Bestandteil seiner äußeren Erscheinung. Während das Ausstellungsmodell mit elektrischem Strom betrieben wird, erzeugt die 8 x 8 Meter große Skulptur ausreichend Energie, um sich autonom zu bewegen.
Neueste Forschungen im Bereich der Solartechnik ermöglichen die Applikation einer dünnen Schicht organischer Fotovoltaikzellen zur Stromgewinnung. Vadim Kosmatschof übersetzt mit dieser Arbeit die Erzeugung und den Einsatz sauberer Energie in die Sprache der Kunst und veranschaulicht ihre Funktionsweise. Die Konzeption und Produktion dieses Projekts wurde mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziert. |
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