Museum Ritter Museum Ritter
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Hommage an das Quadrat
(18. Oktober 2009 - 11. April 2010)
François Morellet- Die Quadratur des Quadrats
(17.05. - 27.09.2009)
Das MUSEUM RITTER auf Reisen
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Gastspiel
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Geneviève Claisse
(28.10.2007 - 20.04.08)
Bildertausch 2
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(06.05. - 30.09.2007)
Bewegung im Quadrat
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Davide Boriani
Waltraut Cooper
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Gerhard von Graevenitz
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(21.05. - 03.10.2006)
Bildertausch 1
(21.05. - 03.10.2006)
SQUARE
(18.09.2005 - 23.04.2006)
Gerhard von Graevenitz
 
1934 geboren in Schilde, Brandenburg
1983 gestorben bei Hapkern im Traubachtal (CH)
 
Konkave reflektierende Quadrate auf Schwarz, 1962–64
Holz, Metall, Elektromotor
61,7 x 61,7 x 9 cm
(c) VG Bild-Kunst, Bonn 2006/2007
Die Arbeit "Konkave reflektierende Quadrate auf Schwarz" gehört in die Werkgruppe der kinetischen Objekte des Künstlers Gerhard von Graevenitz, die als der Höhepunkt seiner konsequenten künstlerischen Suche nach der Überwindung des statischen Bildbegriffs gelten kann.

Auf einer schwarzen Fläche sind als regelmäßiges Raster 324 konkav gewölbte Quadrate aus Metall angeordnet. Der Künstler verwendet hier Elemente, die in Serienproduktion vorgefertigt waren. Im Gegensatz zur Malerei, bei der er auf den gesamten Schaffensprozess Einfluss nimmt, wird dadurch Sachlichkeit und Objektivität sowie Nähe zur wissenschaftlichen Forschung demonstriert.

Bewegung wird auf zweierlei Weise in das Kunstwerk gebracht: visuell und real. Die Wölbung der Bildelemente führt dazu, dass die Bilderscheinung je nach Lichteinfall variiert. Dabei verstärkt die glänzende metallische Oberfläche durch zusätzliche Reflektion die unbeständige Lichtwirkung. Ferner werden die einzelnen Quadrate durch einen Elektromotor auch faktisch in Bewegung versetzt. In wechselndem Rhythmus nehmen die Elemente unterschiedliche Winkelstellungen zueinander ein und bilden neue strukturelle Zentren. Das Bild weist eine schier unbegrenzte Zahl an visuellen Möglichkeiten auf, ohne Anfang und Endpunkt. Da die Mechanik auch dem Künstler nicht erlaubt, die Bewegung genau zu bestimmen, kann man nicht von einem Zyklus sprechen, der mit einer bestimmten Regelmäßigkeit auftritt. Die Geschlossenheit des Systems wird aufgehoben, sowohl kompositorisch über die unendlich fortführbare Bildsstruktur wie inhaltlich über eine Anzahl von möglichen Zuständen, die weit über dem visuell Erfassbaren liegt.
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