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Beat Zoderer:
Bild links: Homage an das unreine Quadrat, 2007 (c) VG-Bildkunst, Bonn 2007 69-teilige Wandinstallation, 504 x 567 cm
Departement I-VII, 1993 (c) VG-Bildkunst, Bonn 2007 Aktenordner,7-teilig, je 62 x 62 cm
Verschachtelung Nr. 1, 1998 (c) VG-Bildkunst, Bonn 2007 Farbe auf Holz und Leinwand, 205 x 197x17 cm |
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Für die Verwendung ungewöhnlicher, weil alltäglicher Materialien ist Beat Zoderer bekannt. Der Schweizer Künstler benutzt meist Gegenstände aus dem Baubedarf, aus Haushalt oder Büro. Vorwiegend sind es Materialien mit geometrischen Grundformen, die er dekontextualisiert und im System Kunst einer neuen Bestimmung zuführt. Die aus 28 unterschiedlich farbigen Aktenordnern bestehende Wandskulptur »Department I-VII« entstammt der Werkgruppe von Büromaterialien, die in den 1990er Jahren entstanden ist und als Neuerwerbung erstmals präsentiert wird. Zoderer ist schon länger Freund des Museums, denn die Sammlung Marli Hoppe-Ritter verfügt nun über fünf Arbeiten des Künstlers. Eigens für die Ausstellung hat er die mehrteilige Wandinstallation »Hommage an das unreine Quadrat« entwickelt. Eine freistehende, fast quadratische Wand wird zum Bildträger von 70 Fast-Quadraten, allesamt Rechteckformen, mit der der Künstler unsere Wahrnehmungsfähigkeit auf die Probe stellt. Zoderer präsentiert uns eine Versuchsanordnung der feinen Unterschiede, denn die Bildtafeln sind in acht unterschiedlichen Weißtönen gehalten, aus acht ungleichen Materialen gefertigt, mit abwechselnder Oberflächenbehandlung versehen und in barocker Hängung in verschiedenartiger Manier an der Wand befestigt. Charakteristisch für Zoderers Kunst ist der konstruktive und rationale Ansatz, der allerdings durch ironische Titel und die Verwendung unkonventioneller Materialien erst auf den zweiten Blick kenntlich wird. |
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