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David Shrigley:
New Friends, 2006 Animation, Duration: 1 minute, Edition of 6 + 1AP (c) David Shrigley, Courtesy the artist and Stephen Friedman Gallery, London
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Die Ausstellung beginnt mit dem kurzen Zeichentrickfilm »New Friends« von David Shrigley. Der in Glasgow lebende Künstler gehört zu einer neuen Künstlergeneration, die sich wieder vermehrt dem Medium Zeichnung widmet. Shrigley zählt mit seiner reduzierten und skizzenhaften Handschrift und seinem skurrilen Humor zu den wichtigsten Zeichnern unserer Zeit. International bekannt wurde er mit seinen Bildern in schwarzer Tinte – harmlos wirkenden Kritzeleien, die sich bei genauer Betrachtung als ironische und düstere Kommentare zum Zeitgeschehen entpuppen. Er treibe ähnlich wie Kafkas »Metamorphosen« oder Samuel Becketts »Endspiel« die Welt ins Absurde, ist in Kritiken über den 39-jährigen Künstler zu lesen. Shrigleys Arbeiten sind keine Ergebnisse langer Schaffensphasen, sondern spontane Äußerungen, die in Sekundenschnelle entstehen. Seine Zeichnungen und Animationen kreisen um alltägliche Themen, oft sind es simple Spiegelungen des Alltäglichen oder Reflektionen über Verhaltensmuster. In diesem Kontext steht auch die kurze Geschichte der »New Friends«. Shrigley nutzt zwei elementare Grundformen – Quadrat und Kreis – und stellt den Übergang von einer rigiden rechtwinkligen Ordnung, symbolisiert durch die Armee von gleichförmig marschierenden Quadraten, zu einer Runde ausgelassen agierender Individuen in Gestalt von musizierenden Kreisen vor. Mit dem tiefen Fall, der sich hier als befreiendes Ereignis erweist, beschreibt der Künstler die Quadratur des Kreises als rein handwerklichen Vorgang. Durch die neu gewonnene Freundschaft zeigt sich am Ende die nahe Verwandtschaft dieser beiden geometrischen Elemente. |
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