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Museum Ritter Museum Ritter
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Die Sammlung Marli Hoppe-Ritter
zu Gast in Schwäbisch Gmünd
(09.04.-09.10.2011)
Antonio Calderara
(22.05.-18.09.2011)
Im Fokus: Die 1950er bis 1970er Jahre
Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter
(22.05.-18.09.2011)
Rita Ernst - Unterwegs im Kosmos
(09.10.2011 - 15.04.2012)
Brigitte Kowanz - Think outside the box
(09.10.2011 - 15.04.2012)
Die Sammlung Marli Hoppe-Ritter auf der
art Karlsruhe
(08.03.-11.03.2012)
Künstler gegen die Folter
(11.03. - 01.05.2012)
Kunst mit Schokolade
(13.05. - 30.09.2012)
Wettbewerb
Fotos der Ausstellungseröffnung 12.05.2012
Ausstellungseinblick
Eröffnungsrede von Dr. Martin Stather
Esther Stocker
Portrait of Disorder
(21.10.2012-14.04.2013)
3 D - Sammlungspräsentation
(21.10.2012-14.04.2013)
Daniel Buren. Broken Squares
(12.05.-22.09.2013)
Malerei - konstruktiv, konkret
12.05.-22.09.2013
Licht. Kunst. Kinetik.
20.10.2013-27.04.2014
Grazia Varisco
20.10.2013-27.04.2014
SIEBEN
18.05.-28.09.2014
Dóra Maurer. Snapshots
19.10.2014 - 19.04.2015
Konstruktive Tendenzen im Südwesten
19.10.2014 - 19.04.2015
Ein Quadrat ist ein Quadrat ist ein Quadrat
10.05.-20.09.2015
Horst Hamann - Fotografien zum Museum Ritter
10.05.-20.09.2015
Christian Megert - Ohne Anfang und Ende
18.10.2015 - 17.04.2016
Vom 13. Mai bis 30. September 2012 sehen Sie die Ausstellung:

KUNST MIT SCHOKOLADE


 
Eröffnung der Ausstellung:
12. Mai 2012, 17:00 Uhr 

 
Kuratoren:
Dr. Barbara Willert und Jörg Meißner


Mit dieser Ausstellung erlaubt sich das Museum Ritter eine Abweichung vom gewohnt quadratischen Kurs des Ausstellungsprogramms und zeigt Kunst rund um das Thema Schokolade. Anlass für diesen Exkurs ist das 100-jährige Jubiläum der Firma Ritter im Jahr 2012.  
 
Über Schokolade ist viel gesagt worden: Immer sei sie eine Sünde wert, sie dufte verheißungsvoll, schmecke vorzüglich, sie tröste und beruhige die Nerven. Den Verzehr von Schokolade empfinden die meisten als veritablen Hochgenuss, doch bei zu viel des Guten kommt schnell ein bitterer Beigeschmack auf. Dass diese verführerische, zugleich exotische wie alltägliche Substanz auch von der modernen Kunst als überaus reizvoller Stoff entdeckt worden ist, verwundert kaum. Ja, es ist gerade ihre große Sinnlichkeit, aber auch ihre vielschichtige Ambivalenz im Spannungsfeld zwischen Lust und Laster, es ist also ihr  hohes Potenzial zur Widersprüchlichkeit, das zur künstlerischen Reflexion herausfordert.
Abbildungen von links nach rechts: 
Ausstellungsansichten, Fotos (c) Museum Ritter
Bettina Bürke & Klaus Illi, Frucht der Verheißung, 2012 (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Wenngleich ihrer ursprünglichen Bestimmung nach ein kunstfernes Material, so eignet sich Schokolade doch vorzüglich als malerisches oder als bildhauerisches Mittel, das gleich mehrere Sinne simultan anspricht. Im Unterschied zu den traditionellen Werkstoffen der Kunst unterliegt sie jedoch einem vergleichsweise raschen natürlichen Verfallsprozess. Dem Ewigkeitsanspruch der Kunst erteilt das Material Schokolade somit eine Absage. Dennoch, oft sogar gerade deshalb, hat sich seit der Nachkriegszeit die kakaohaltige Substanz als Werkstoff in der bildenden Kunst etabliert.
Abbildungen von links nach rechts: 
Cornelius Völker, Schokolade, 1995
Sonja Alhäuser, Schokoladenmaschine 1, 1997 (Detail)
David Neat, Faim de Siècle, 2000 
Karin Kneffel, o.T. (Bild 2011 / 5), 2011
alle (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2012
 
So bietet die Schau mit fast 60 Objekten, Gemälden, Grafiken, Installationen, Fotografien und Videos von über 35 Kunstschaffenden des 20. und 21. Jahrhunderts einen überaus facettenreichen Einblick in die Kunst aus dem Material und mit dem Motiv Schokolade. Wichtige historische Positionen von Künstlern wie Kurt Schwitters, Marcel Duchamp, Joseph Beuys und Dieter Roth fehlen dabei ebenso wenig wie Materialbilder oder Collagen der 1960er und 1970er Jahre sowie herausragende Beispiele der ganz aktuellen Kunst mit Schokolade. Die Arbeiten zeigen, wie unterschiedlich, dabei oft verführerisch, immer aber originell die künstlerische Auseinandersetzung mit Schokolade bis heute ausfällt. Diese Kunst hat mindestens so viele Facetten, wie es Schokoladensorten gibt.
 
Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung:
Sonja Alhäuser, Peter Anton, Günter Beier, Joseph Beuys, Corrado Bonomi, Stephen Craig, Paul McCarthy, Marcel Duchamp, Maria Dundakova, Ulrike Flaig, Yang Ah Ham, Richard Hamilton, Al Hansen, Thomas Heger, Dagmar Hugk, Klaus Illi & Bettina Bürkle, Ruth Knecht, Karin Kneffel, Lernert & Sander, Anja Luithle, Guido Münch, David Neat, Mel Ramos, Thomas Rentmeister, Hans Peter Reuter, Dieter Roth, Judith Samen, Karin Sander, Roswitha Schaab, Rolf Schneider, Roswitha Schober, Kurt Schwitters, Timm Ulrichs, Cornelius Völker, Wolf Vostell

 
 
Wettbewerb für Studierende:
Ergänzend zu den etablierten Positionen sind die schokoladigen Ergebnisse eines studentischen Wettbewerbs zu sehen, den das Museum Ritter für Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ausgeschrieben hat. mehr...