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Victor Vasarely (1908–1997) Taller, 1965 Blattgold und Öltempera auf Holz 80 x 80 cm
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Victor Vasarely ist ein wichtiger Vertreter der Geometrischen Abstraktion und gilt als Wegbereiter der Op-Art, deren Charakteristikum das Phänomen optischer Täuschungen ist. Er interessierte sich für die Erkenntnisse der Gestalttheorie, so zum Beispiel dafür, wie die Grenzen unserer visuellen Wahrnehmungsfähigkeit ausgelotet und bewusst gemacht werden können und bezog die Fähigkeit des Gehirns zur Vervollständigung angedeuteter Formen in seine Arbeit mit ein. Das 1965 entstandene Bild „Taller“ gehört zu einer Reihe von Werken, deren Grundstruktur aus einem quadratischen Raster besteht, in das flächendeckend gleich große Kreise eingefügt sind. Der optisch vortretende helle, gelbe Rand weicht schrittweise zur Mitte hin dunkleren Brauntönen bis hin zum zentralen schwarzen Quadrat. Die räumliche Illusion wird durch die goldenen Kreise gestört, denn das glänzende Metall suggeriert je nach Standpunkt des Betrachters und den Lichtverhältnissen Nähe oder Tiefe. Im Auge verbinden sich die Ecken der dunkler werdenden Quadrate und lassen ein zentrales diagonales Kreuz entstehen. Sobald man Details davon fixiert, verschwinden diese jedoch. Die optische Täuschung wird durch das Zusammenwirken von Hell-Dunkelkontrast, Farbperspektive und Gold erzeugt. |
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1908
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geboren in Pécs/Ungarn
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1925–27
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Medizinstudium in Budapest; Ausbildung an der Budapester Polodini-Volkmann Akademie
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1929
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Ausbildung an der Budapester Mühely Schule für Grafik
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1930
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Übersiedelung nach Paris
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1930–34
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Arbeit als Werbegrafiker in Paris
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1944
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Beteiligung an der Gründung der Galerie Denise René in Paris
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1955
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Veröffentlichung des „Gelben Manifestes“
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1997
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gestorben in Paris
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