folgen Sie uns auf Facebook!
Drucken
Museum Ritter Museum Ritter
English Version
Newsletter
Künstler A - F
Künstler G - L
Künstler M - R
Künstler S - Z
Carl Buchheister
Waltraud Cooper
Joachim Grommek
Rupprecht Geiger
Inge Gutbrod
Vanessa Henn
Ottmar Hörl
Johannes Itten
Imi Knoebel
Gerold Miller
François Morellet
Aurelie Nemours
Paola Pivi
Hans Peter Reuter
Diet Sayler
Kurt Schwitters
Meg Shirayama
Klaus Staudt
Jochen Twelker
Wolfram Ullrich
Victor Vasarely
Friedrich Vordemberge-Gildewart
Peter Weber
Martin Willing
Beat Zoderer
Matti Kujasalo
Ilja Tschaschnik
Hans Peter Reuter (*1942)
Schokoladenblau 6/2/7, 2006
Ultramarin auf Holz und MDF 47 x 47 x 8 cm
Seit Anfang der 1970er Jahre schafft Hans Peter Reuter illusionistische Bildräume, die fast ausschließlich auf einem quadratischem Raster beruhen. Modelliert durch die Perspektive der Rasterung sowie durch Licht und Schatten ziehen diese Räume den Betrachter ins Bild hinein. Schon früh vertraut sich Reuter der Farbe Blau an, weil sie die räumliche Wirkung seiner zweidimensionalen Bilder noch intensiviert. Die Räume sind entleert von jeglicher Ding- oder Menschenwelt. Der Betrachter scheint ihr einziger Zeuge zu sein.
Mitte der 1980er Jahre vollzieht Reuter eine Zuspitzung, die sein Werk bis heute auszeichnet. Er beschränkt sich auf eine einzige Farbe: Ultramarin. Der Künstler arbeitet fortan mit nuancierten Abstufungen dieser energiegeladenen Farbe – man könnte sagen, er malt, als ginge es um die reine Malerei; aber das träfe den Sachverhalt nur ungenügend. Denn darüber hinaus vollzieht er eine perspektivische Kehrtwende, indem sich seine Bilder nicht mehr in den Bildraum hinein, sondern eher auf den Betrachter zu bewegen. „Die Illusion steigert sich bis hin zu objekthafter Gegenwärtigkeit“, schreibt Heinrich Klotz 1995. Die echte Substanz, von der Hans Peter Reuter spricht, wird dadurch fast schon greifbar. Gemeinsam bahnen sich beide ihren Weg von der Oberfläche des Bildes oder Objektes in Richtung des Betrachters: formal, essenziell und schokoladenblau.
1942 geboren in Schwenningen/Neckar
1963–67 Studium an den Staatlichen Akademien der Bildenden Künste Karlsruhe und München
1967–69 Studium der Kunstgeschichte an der Universität Karlsruhe
1973 Villa-Romana-Preis, Florenz
1977 Wilhelm-Morgner-Preis, Soest
1980 Rom-Preis, Villa Massimo
1985–07 Professur an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg