folgen Sie uns auf Facebook!
Drucken
Museum Ritter Museum Ritter
English Version
Newsletter
Künstler A - G
Josef Albers
Karl-Heinz Adler
Horst Bartnig
Werner Bauer
Carl Buchheister
Waltraud Cooper
Camille Graeser
Joachim Grommek
Karl Duschek
Rita Ernst
Rupprecht Geiger
Inge Gutbrod
Vanessa Henn
Ottmar Hörl
Johannes Itten
Imi Knoebel
Gerold Miller
François Morellet
Aurelie Nemours
Paola Pivi
Hans Peter Reuter
Diet Sayler
Kurt Schwitters
Meg Shirayama
Klaus Staudt
Jochen Twelker
Wolfram Ullrich
Victor Vasarely
Friedrich Vordemberge-Gildewart
Peter Weber
Martin Willing
Beat Zoderer
Matti Kujasalo
Ilja Tschaschnik
Reto Boller
Werner Bauer (*1934)
L70/93, 1993


Holz, Plexiglas, Forex, Lampe, Acrylfolie, 54 x 135 x 16 cm
 
Werner Bauer ist ein Künstler, für den das Experimentieren am Beginn des Schaffensprozesses steht. Derart begann seine autodidaktische künstlerische Tätigkeit Ende der 1960er Jahre, als Bauer, noch schwankend zwischen naturalistischer und abstrakter Gestaltung, bei einem befreundeten Schreiner einen Langlochbohrer entdeckte. Mit diesem Instrument entwickelte der Künstler seine erste Werkgruppe, die „Lalobs“, die es ihm ermöglichten, das persönliche Interesse an der Konkreten Kunst mit dem eigenen Schaffen zu verbinden. Zentrale Ansätze tauchen bereits in dieser frühen Werkgruppe auf: das Strukturieren der Bildfläche mittels serieller Elemente sowie das Streben nach einer unbeständigen Form des Werkes, erzeugt durch eine bewusst integrierte Licht- und Schattenwirkung.
Das Objekt „L70/83“ aus dem Jahr 1993 gehört in die ab 1989 entstandene Werkgruppe der „Lisas“. Der Name ist eine Abkürzung des verwendeten Materials: die Lichtsammelfolie. Auf einer weißen Kunststoffplatte befestigt der Künstler diese Kunststofffolien orthogonal im Raum stehend und beleuchtet sie von hinten. Die Bündelung des einfallenden Lichts an den Kanten bewirkt eine Struktur aus filigranen Lichtlinien, die er entgegen der natürlichen Eigenschaft des Mediums an eine determinierte Form bindet. „Licht ordnet“, wie es Eugen Gomringer 1995 treffend charakterisiert.
1934 geboren in Völklingen
1955–57 Lehramtstudium
1958 Kokoschkas „Schule des Sehens“ in Salzburg
1964–93 Kunsterzieher in Dillingen und Lebach
2006 Albert-Weisgerber-Preis der Stadt Sankt Ingbert