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Rita Ernst (*1956)
17. Oktober V, 1994

Acryl auf Leinwand 100 x 100 cm
Der Titel 17. Oktober markiert kein historisches Datum, sondern den Tag im Jahr 1994, der relevant war für die Entstehung dieses Bildes von Rita Ernst. Die Arbeit V ist zu einem Schachbrettmuster aus gleich großen Quadraten in mit Grau alternierenden klaren Farben zusammengesetzt. Die Kanten der einzelnen Quadrate sind markiert mit Balken von unterschiedlicher Länge. Trotz der Beschränkung auf wenige Einzelelemente gleicht kein Quadrat exakt dem anderen.
Grundlage für Rita Ernsts Schaffen ist eine streng systematische Vorgehensweise: Einige Grundelemente werden entwickelt und dann nach strengen Prinzipien miteinander kombiniert. Die Bilder selbst entstehen durch die Zusammenfügung der einzelnen Bausteine.
In ihrer Vorgehensweise ist Rita Ernsts Schaffen eng mit der konkreten Kunst verwandt. Anders jedoch als beispielsweise bei R. P. Lohse treten zur rationalen Vorgehensweise bei Ernst die Intuition und der Zufall als gleichberechtigte Partner zur Bildgestaltung hinzu. So verweist sie auf die Objektivität der verwendeten Regeln, ohne jedoch auf das Setzen von subjektiven Akzenten zu verzichten.
1956 geboren in Windisch/Schweiz
1972–76 Studium an der Fachhochschule für Gestaltung Basel (CH)
1982 Atelieraufenthalt an der Cité Internationale des Arts, Paris
1983 Aufenthalt im Gast-Atelier der Stadt Zürich in New York (USA)
1987-88 Mitglied des Istituto Svizzero di Roma (I)
1991 Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis, Zürich (CH)
1996 Primo Premio Trevi Flash Art Museum, Trevi (I)
2006 Fontana-Gränacher Preis, Zürich (I)
2008 Artist in Residence, Bar Bach Hamba (TN)
Rita Ernst lebt und arbeitet in Zürich und in Trapani auf Sizilien.