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Beat Zoderer (*1955)
Verschachtelung Nr. 1, 1998
Farbe, Filz und Holz auf Leinwand 205 x 197 x 17 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2005
Wie ein Ausschnitt aus einer gigantischen Stadt aus der Vogelperspektive wirkt Relief Verschachtelung Nr. 1. Das Bildsystem ist zusammengefügt aus quadratischen Holzstückchen von unterschiedlicher Dicke. Auf der Oberseite sind sie bemalt und zu architekturähnlichen Gebilden übereinander gestapelt und aneinander gefügt. Ein Ordnungsprinzip ist nicht ersichtlich.
Seit Anfang der 90er Jahre verwendet Zoderer als Ausgangsmaterial für seine Arbeiten Gegenstände aus dem Baubedarf, aus Haushalt oder Büro. Bevorzugt werden Dinge ohne Gefühlswert, denen eine geometrische Grundform innewohnt. Ziel ist eine Systematisierung und Minimalisierung der gestalterischen Mittel, das Ergebnis ist jedoch ein üppig wucherndes Ornament. »Die zivilisatorischen Errungenschaften, die üblicherweise zur Alltagsbewältigung dienen, entwickeln, von den Sachzwängen befreit, einen provokativen ästhetischen Eigensinn.« (Elisabeth Grossmann 1999)
1955 geboren in Zürich
1971-78 Lehre und Arbeit in verschiedenen Architekturbüros
seit 1979 tätig als freischaffender Künstler
1989 Eidgenössisches Kunststipendium
1995 Einzelausstellung Kunsthaus Aarau, Manor Kunstpreis
1996 Kunstraum Neue Kunst, Hannover
1999 Haus für konstruktive und konkrete Kunst, Zürich
seit 2000 Mitglied im Stiftungsrat der Camille-Graeser-Stiftung, Zürich
2003 Zürich
Einzelausstellung Kunstmuseum Bonn
2004 Einzelausstellung Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen