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Anton Stankowski (1906–1998)
Quadrat oder Kreuz, 1987

Acryl auf Leinwand 120 x 120 cm
Stankowski war in der Schweiz der 30er Jahre ein wichtiger Impulsgeber für die sich neu entwickelnde konkrete Kunst. Verbunden haben ihn mit den Zürcher Konkreten die in seinem Werk immer größeren Raum einnehmenden exakten Konstruktionen. Durch seine Beschäftigung mit der Darstellung von Perspektive und Raum, mit der Visualisierung von Themen wie Qualität/ Quantität und durch den häufigen Wechsel der Bildthemen hebt er sich von dieser Gruppe jedoch auch ab.
Das Gemälde Quadrat oder Kreuz wirkt wie ein vielfarbiges Mosaik aus kleinen Quadraten, die in Farbfamilien zu Kreuzen angeordnet sind. In jeder Reihe bzw. Spalte sind drei Kreuze angeordnet, die mit den benachbarten Formen zu einem Raster verzahnt werden. Es entsteht eine sehr lebendige aber dennoch geschlossene Bildfläche.
Der Aufbau der einzelnen Module erinnert an ein Gemälde von 1969 mit dem Titel 25 * 25 Felder, das auf eine Auseinandersetzung mit der Computertechnik zurückgeht. Um zu zeigen, dass ein Computer ohne die gestalterische Kraft des Künstlers kein Kunstwerk erzeugen könne, fügte er absichtlich vom System abweichende Elemente in sein »Anti-Computerbild« ein, ohne die das Gemälde nicht die gleiche Ausdruckskraft hätte.
1906 geboren in Gelsenkirchen
1921–26 Lehr- und Gesellenzeit als Kirchenmaler
1926–29 Schüler von Max Burchartz an der Folkwangschule in Essen
ab 1926 abstrakte Bilder und Collagen
1929 in Zürich lernt er Max Bill, Richard Paul Lohse und Fischli kennen
1931 Mitglied der Gruppe Das Auge
Seit 1937 Maler, Grafiker und Pressefotograf
1964 Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung, Ulm
1998 gestorben in Esslingen am Neckar
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