folgen Sie uns auf Facebook!
Drucken
Museum Ritter Museum Ritter
English Version
Newsletter
Künstler A - F
Künstler G - L
Künstler M - R
Künstler S - Z
Carl Buchheister
Waltraud Cooper
Joachim Grommek
Rupprecht Geiger
Inge Gutbrod
Vanessa Henn
Ottmar Hörl
Johannes Itten
Imi Knoebel
Gerold Miller
François Morellet
Aurelie Nemours
Paola Pivi
Hans Peter Reuter
Diet Sayler
Kurt Schwitters
Meg Shirayama
Klaus Staudt
Jochen Twelker
Wolfram Ullrich
Victor Vasarely
Friedrich Vordemberge-Gildewart
Peter Weber
Martin Willing
Beat Zoderer
Matti Kujasalo
Ilja Tschaschnik
François Morellet (*1926)
Récréation No. 6, 1994

Neonröhren und Kunststoff 112 x 112 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2005
Ein weißes Quadrat, ein neutraler Hintergrund also, bildet die Grundfläche einer Reihe von Neonobjekten aus dem Jahr 1994. Diese Grundfläche bietet bei gleichzeitiger räumlicher Begrenzung Raum für eine Fülle von Möglichkeiten, die der Künstler in einer Serie durch Variation eines Kompositionsprinzips andeutet.
Auf der Basisplatte hat Morellet je drei leicht verbogene Neonröhren horizontal und vertikal angeordnet, in jeder Arbeit etwas anders. Die elektrischen Anschlüsse sind sichtbar und verbinden über den Bildrand hinweg je zwei Leuchtkörper miteinander. Es entsteht ein Gitternetz aus sechzehn Flächen, denen der ordnende Verstand sofort die Form von Quadraten zuweist. Doch durch den ungeraden Verlauf der Neonröhren ist die Gitterstruktur alles andere als gleichmäßig oder gar quadratisch. Der Vergleich mit der Form der Grundfläche macht die Deformierung nur um so augenfälliger.
Morellet paart hier die perfekte Form des Quadrats, die nur in der Mathematik, als Idee also, existiert, mit der Unvollkommenheit real existierender Dinge.
Doch von den Neonröhren geht – natürlich – ein Leuchten aus. Die unvollkommene Realität bekommt die Aura des Besonderen.
1926 geboren in Cholet-sur-Loire
1948–75 als Unternehmer tätig
1950 als Autodidakt beginnt er, abstrakt zu malen.
Im gleichen Jahr erste Einzelausstellung in Paris
1960–68 Mitgliedschaft in der GRAV (Groupe de Recherche d’Art Visuel)
ab 1962 Lichtobjekte
lebt und arbeitet in Cholet