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Auf den folgenden Seiten finden Sie ein Auswahl an Künstlern,
die in der Sammlung Marli Hoppe-Ritter vertreten sind.   

 
Josef Albers (1888–1976)
Rarefied, 1964

Öl auf Hartfaserplatte, 60 x 60 cm
© The Josef and Anni Albers Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2011
Josef Albers, der Lehrer am Bauhaus in Weimar, Dessau und Berlin war, emigrierte 1933 in die USA und führte dort als Künstler und Kunstpädagoge die Tradition der systematischen Erforschung von Farbe und Form in der Malerei fort.
Von 1950 bis zu seinem Lebensende befasste er sich mit der Wirkungsweise von Farben in seiner großen Serie von Gemälden mit dem Titel "Homage to the Square". All diesen Arbeiten liegt das gleiche Motiv und Gestaltungsprinzip zugrunde: Drei oder vier Quadrate scheinen leicht verschoben übereinander zu liegen. Ihre Lage folgt festen Regeln: Die Höhe der Farbstreifen unter dem zentralen Quadrat entspricht der Strecke 1, deren Länge an den Seiten verdoppelt und im oberen Bildbereich verdreifacht wird. Dank dieser asymmetrischen Anordnung scheint sich ein Bildraum zu öffnen, den Albers dazu nutzte, mit der räumlichen Wahrnehmung von Farbe und deren Ausdruckskraft zu experimentieren.
Im Mittelpunkt seiner theoretischen Überlegungen stand vor allem die Interaction, also die Wechselwirkung von Farben untereinander und deren Veränderung in Intensität und Kontrast durch die jeweilige Umgebung.
Besonders durch dieses Spätwerk übte Josef Albers einen nachhaltigen Eindruck auf die Entwicklung der abstrakten Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg aus.
1888 geboren in Bottrop
1922–33 Arbeit am Bauhaus, erst als Schüler, dann ab 1925 als Meister
1933 Emigration in die USA. Leiter der Kunstabteilung des Black Mountain Colleges in Ashville/North Carolina (bis 1949)
1936–40 Dozentur an der Graduate School of Design an der Harvard University
1949–54 Gastdozent an verschiedenen Universitäten in den USA und in Chile
1950–59 Direktor des Department of Design der Yale Universitiy
1950 Beginn der Serie "Homage to the Square", die er bis 1976 weiterführte
1955 Teilnahme an der documenta, Kassel. Gastdozentur an der Hochschule für Gestaltung in Ulm
1963 Herausgabe des Lehrwerks "Interaction of Colour"
1965 Publikation der Mappe "Soft edge – Hard edge"
1976 gestorben in New Haven, Conn./USA