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Die Quadratur des Quadrats - Ein Rundgang durch die Ausstellung Durch Anklicken der Fotos erhalten Sie eine vergrößerte Ansicht. |
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Als sich Francois Morellet um 1945 autodidaktisch der Kunst zuwendet, entstehen nach einer Phase gegenständlicher Malerei bald schon Werke von geometrischer Strenge. In den nächsten 15 Jahren entwickelte er die Spielregeln seiner Kunst und erarbeitete eine Reihe von logischen Systemen: die Gegenüberstellung – die Überlagerung – die Interferenz – die Fragmentierung und den Zufall. In diesem Ausstellungsraum werden frühe Arbeiten präsentiert, deren Kompositionen strikt einem zuvor festgelegten System folgt, darunter auch etliche optisch beeindruckende all-over-Variationen aus übereinander gelegten Rasterstrukturen. |
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Bereits 1963 setzte Francois Morellet als einer der ersten Künstler überhaupt Neonlicht in seinen Arbeiten ein. In unterschiedlichem Rhythmus aufblinkende Neonröhren ermöglichten ihm, ein Werk optisch in mehrere Zustände zu versetzen. Bei der dreiteiligen Arbeit „Néon avec programmation aléatoire-poétique-géométrique“ von 1967 etwa bilden die abwechselnd aufleuchtenden Neonröhren nicht nur geometrische Formationen, sondern formieren auch Wörter wie „NUL“, „NON“, „CUL“ oder „CON“. |
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Im Laufe der 1970er Jahre entstehen neben streng systematischen Arbeiten erstmals Werke, in denen Francois Morellet die Grundfesten der Geometrie wie Stabilität, Strenge und mathematische Perfektion in Frage stellt. In diesen großen, raumgreifenden Kompositionen aus mehreren Bildtafeln scheint die an für sich stabil und statisch wirkende quadratische Bildform ins Wanken geraten zu sein, und Unruhe macht sich in der geometrischen Ordnung breit.
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In Werksereien der 1990er Jahre wie den „Steel-lifes“, den „Free-vols“ und den „Relâches“ operiert Francois Morellet originell und spielerisch mit den geometrischen Formen. Die reine weiße Bildfläche – von Metallschienen, Stahlrahmen und Neonröhren oft nur sparsam bespielt – ist hier ganz zur Bühne humoristischer Einfälle geworden; nicht selten fällt die Bildtafel in diesen Kompositionen im wahrsten Sinne des Wortes „aus dem Rahmen“.
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In den 1980er Jahren hat Francois Morellet eine Reihe einzigartiger Kompositionen mit dem assoziativen, wortschöpferischen Titel „Géométree“ (franz. „géométrie“ + engl. „tree“) geschaffen. In diesen Werken verbindet der Künstler ganz mühelos Natürliches in Form organisch gewachsener Äste und Zweige mit Künstlichem und zeigt damit auf, dass zwischen Kunst und Natur nicht zwangsläufig ein Widerspruch sein muss. |
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| Im Erdgeschoss sind die jüngsten Arbeiten von Francois Morellet zu sehen. Neben großen Installationen mit Neonröhren sind dies vor allem Gemälde aus mehreren Bildtafeln. Die Mehrzahl dieser Werke zeigt im Raum oder auf der Bildfläche gezackte Strukturen, die sich auf der Grundlage weniger vordefinierter Parameter selbst generieren. Das Winkelverhältnis aufeinander folgender Winkel- und Balkensegmente folgt den Dezimalen der von Morellet so häuft eingesetzten Kreiszahl PIE (3,14159....). Mit herkömmlichen Vorstellungen einer konstruktiv-geometrischen Kunst haben diese Werke auf den ersten Blick nur noch wenig gemein. |
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