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Rauminszenierung von Timm Ulrichs: Maße & Gewichte, 2008
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Wortwitz, Humor und Ironie prägen das geistreiche OEuvre von Timm Ulrichs, das in der Tradition von Marcel Duchamp und dem Dadaismus gesehen wird. Der Künstler bezeichnet sich selbst als „Totalkünstler“ und überschreitet mit seinen Arbeiten gern die Grenzen gesellschaftlicher und ästhetischer Konventionen.
Für das MUSEUM RITTER hat Timm Ulrichs die dreiteilige Installation „Maße & Gewichte“ entwickelt. Er bedient sich dabei vornehmlich historischer Werke der Sammlung und bietet den Pionierwerken der Konkreten Kunst damit gleichsam eine Hommage. „Meine Interpretation ist auch eine Ehrerbietung und deswegen bin ich vergleichsweise vorsichtig umgegangen mit den Arbeiten. Ich versuche nicht, sie bloßzustellen, sondern lasse ihnen ihren Glanz, füge ihnen aber auch etwas hinzu als Bedeutungserweiterung“, sagt der Künstler. Die Vermessung bezieht sich sowohl auf die konkrete materiale Beschaffenheit der Werke, also ihre Größe, ihr Gewicht, und ihre Positionierung an der Wand, wie auch auf ihre bildliche Struktur. Im ersten Teil erweitert Ulrichs die Werke der Sammlung um ein Gitterwerk aus gelben Wasserwaagen, die die Horizontalität markieren. Schwarze Schnüre und Lote begleiten die Bilder im zweiten Abschnitt und betonen die Vertikalität. An der dritten Wand vermisst der Künstler die Bilder mittels Federwaagen und überprüft, ob zwischen dem faktischen Gewicht und dem Wert der Bilder eine Relation besteht.
Auszüge aus den Katalogtexten von Thomas Knubben und Gerda Ridler. |
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Werke in der Ausstellung:
Timm Ulrichs »bis zur Neige«, »Wasserwaagen-Bild III,1986 / 1994 Courtesy Timm Ulrichs
Timm Ulrichs Bild, sein eigenes Gewicht anzeigend, 1968 Sammlung Paul Miggel, Duisburg, 2008
Timm Ulrichs Der dehnbare Begriff, 1966/75 Courtesy Timm Ulrichs
Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter:
Yaakov Agam Evolution A, 2003
Josef Albers Homage to the Square: Pronounced, 1961
Henryk Berlewi Mécano-Facture (Mechano-Faktur), 1924 – 61
Max Bill Transcoloration durch helle Zonen, 1972/73
Leo Breuer Attitude grave, 1951
Geneviève Claisse Supersymétric, 2000
Carlos Cruz-Diez Physiochromie 2209, 1988
Hugo Demarco Lumière, 1979
Karl Duschek Das perfekte Quadrat, 2008
Rita Ernst Bild 17. Oktober III, 1994
Adolf Fleischmann No. 5, 1956
Horacio Garcia Rossi o.T., 1976
Werner Graeff Ort 2 A, 1962
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Camille Graeser Caput mortuum – grün 1:7, 1968
Camille Graeser Abgewandelte Quadrate, 1943
Verena Loewensberg o.T., 1974
Thilo Maatsch o.T., 1972
Vera Molnar Ronds, Couleurs, 1966
François Morellet Grillage, 1971
Aurélie Nemours La Nuit de Baudelaire, 1973
Aurélie Nemours o.T., 1974
Mauro Reggiani Composizione, 1979
Anastasio Soldati o.T, 1930er Jahre
Anton Stankowski Quadrat oder Kreuz, 1987
Henryk Stazewsky o.T, 1964-73
Nicolai Suetin Suprematistische Composition, 1928
Laurens van Kuik o.T., 1916
Victor Vasarely TLINKO-K, 1956/63
Friedrich Vordemberge-Gildewart Composition No 200, 1954
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