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Bildertausch 1
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Marcello Morandini
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SQUARE
(18.09.2005 - 23.04.2006)
Rauminszenierung von Timm Ulrichs: Maße & Gewichte, 2008

Wortwitz, Humor und Ironie prägen das geistreiche OEuvre von Timm Ulrichs, das in der Tradition von Marcel Duchamp und dem Dadaismus gesehen wird. Der Künstler bezeichnet sich selbst als „Totalkünstler“ und überschreitet mit seinen Arbeiten gern die Grenzen gesellschaftlicher und ästhetischer Konventionen.

Für das MUSEUM RITTER hat Timm Ulrichs die dreiteilige Installation „Maße & Gewichte“ entwickelt. Er bedient sich dabei vornehmlich historischer Werke der Sammlung und bietet den Pionierwerken der Konkreten Kunst damit gleichsam eine Hommage. „Meine Interpretation ist auch eine Ehrerbietung und deswegen bin ich vergleichsweise vorsichtig umgegangen mit den Arbeiten. Ich versuche nicht, sie bloßzustellen, sondern lasse ihnen ihren Glanz, füge ihnen aber auch etwas hinzu als Bedeutungserweiterung“, sagt der Künstler. Die Vermessung bezieht sich sowohl auf die konkrete materiale Beschaffenheit der Werke, also ihre Größe, ihr Gewicht, und ihre Positionierung an der Wand, wie auch auf ihre bildliche Struktur. Im ersten Teil erweitert Ulrichs die Werke der Sammlung um ein Gitterwerk aus gelben Wasserwaagen, die die Horizontalität markieren. Schwarze Schnüre und Lote begleiten die Bilder im zweiten Abschnitt und betonen die Vertikalität. An der dritten Wand vermisst der Künstler die Bilder mittels Federwaagen und überprüft, ob zwischen dem faktischen Gewicht und dem Wert der Bilder eine Relation besteht.

Auszüge aus den Katalogtexten von Thomas Knubben und Gerda Ridler.
 
Werke in der Ausstellung:

Timm Ulrichs
»bis zur Neige«, »Wasserwaagen-Bild III,1986 / 1994
Courtesy Timm Ulrichs

Timm Ulrichs
Bild, sein eigenes Gewicht anzeigend, 1968
Sammlung Paul Miggel, Duisburg, 2008

Timm Ulrichs
Der dehnbare Begriff, 1966/75
Courtesy Timm Ulrichs


Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter:

Yaakov Agam
Evolution A, 2003

Josef Albers
Homage to the Square: Pronounced, 1961

Henryk Berlewi
Mécano-Facture (Mechano-Faktur), 1924 – 61

Max Bill
Transcoloration durch helle Zonen, 1972/73

Leo Breuer
Attitude grave, 1951

Geneviève Claisse
Supersymétric, 2000

Carlos Cruz-Diez
Physiochromie 2209, 1988

Hugo Demarco
Lumière, 1979

Karl Duschek
Das perfekte Quadrat, 2008

Rita Ernst
Bild 17. Oktober III, 1994

Adolf Fleischmann
No. 5, 1956

Horacio Garcia Rossi
o.T., 1976

Werner Graeff
Ort 2 A, 1962
Camille Graeser
Caput mortuum – grün 1:7, 1968

Camille Graeser
Abgewandelte Quadrate, 1943

Verena Loewensberg
o.T., 1974

Thilo Maatsch
o.T., 1972

Vera Molnar
Ronds, Couleurs, 1966

François Morellet
Grillage, 1971

Aurélie Nemours
La Nuit de Baudelaire, 1973

Aurélie Nemours
o.T., 1974

Mauro Reggiani
Composizione, 1979

Anastasio Soldati
o.T, 1930er Jahre

Anton Stankowski
Quadrat oder Kreuz, 1987

Henryk Stazewsky
o.T, 1964-73

Nicolai Suetin
Suprematistische Composition, 1928

Laurens van Kuik
o.T., 1916

Victor Vasarely
TLINKO-K, 1956/63

Friedrich Vordemberge-Gildewart
Composition No 200, 1954

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