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Heinz Gappmayr : "Von Bild zu Bild", 2008 |
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Der österreichische Konzeptkünstler Heinz Gappmayr hat in seinem Ausstellungsraum eine breite Auswahl von Werken der Sammlung nur scheinbar wohlgeordnet gehängt. Die Auswahl von Bildern aus der umfangreichen Sammlung Marli Hoppe-Ritter für einen einzigen Raum wirft Fragen von prinzipieller Bedeutung auf. Hier geht es nicht um eine chronologische Reihung von Werken oder einen historischen Überblick Konkreter Kunst. Sein Konzept sieht vor, Bilder auszuwählen, die „nicht ohne weiteres miteinander verglichen werden können“. Während Kunsthistoriker gern nach Ähnlichkeiten und Verwandtschaften zwischen Bildern suchen, hat der Künstler genau das Gegenteil im Sinn: Er wählt Werke, die sich stark voneinander unterscheiden und platziert diese kontrastierenden Bilder bewusst nebeneinander. Die Unterschiedlichkeit isoliert jedes Kunstwerk für sich und bringt so die Individualität jedes einzelnen Bildes stärker in den Vordergrund. Es geht in dieser Folge der Bilder um die Selbständigkeit des einzelnen Werkes, so dass der Betrachter immer wieder vor einem neuen Bildkonzept steht, in Kontrast zu anderen Bildern. Das einzelne Werk erscheint dann nicht als Variante eines einzigen kollektiven künstlerischen Programms, von dem es nur eine von vielen Möglichkeiten ist, sondern als unverwechselbares Bild mit eigenen Voraussetzungen.
Von Heinz Gappmayr selbst, sind fünf Werke zu sehen - es handelt sich dabei um die jüngsten Ankäufe der Sammlung Marli Hoppe-Ritter. Der Künstler arbeitet seit den frühen 1960er Jahren an der Schnittstelle zwischen Sprache und bildender Kunst. Sein künstlerisches Vokabular setzt sich aus Buchstaben, Begriffen, Zahlen und einfachen grafischen und geometrischen Zeichen zusammen. Der Schriftsteller Ferdinand Schmatz hat die künstlerische Intention von Heinz Gappmayr sehr treffend beschrieben: „Wo Gappmayr hinsehen lässt, setzt Denken ein, und kehrt als Erkenntnis in den Betrachter zurück“.
Auszüge aus den Katalogtexten von Heinz Gappmayr und Gerda Ridler |
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Werke in der Ausstellung:
Alle Werke befinden sich in der Sammlung Marli Hoppe-Ritter
Heinz Gappmayr Quadrat, 1983 /92
Heinz Gappmayr ist, wird, 1997
Heinz Gappmayr Leere, 2004
Heinz Gappmayr Zeit, 2002
Heinz Gappmayr Quadrat, 1986
Josef Albers Rarefied, 1964
Max Bill o.T., 1972/73
Hartmut Böhm Quadrat-Relief, 1967
Antonio Calderara Attrazione quadrata, 1963
Carlos Cruz-Diez Physiochromie 1455, 2006
Karl Duschek Codierung mit Quadraten, 1972
Adolf Fleischmann o.T., 1943
Otto Freundlich Composition, 1935/36
Hans Jörg Glattfelder Permutation aus 4 x 4 virtuellen Farbkörpern, 1984
Hermann Glöckner Lineare Konstruktion von der Fläche zum Raum, 1957
Kuno Gonschior o.T., 1971/73
Werner Graeff Stijl 2 L, 1959
Camille Graeser Sieben Betonungen (4: :5)
Gottfried Honegger Etude, 1985
Vilmos Huszár o.T., 1918
Johannes Itten Leuchtendes Rot, 1955
Rudolf Jahns Blatt aus der «Blauen Mappe«(5/50), Siebdruck nach »Spiel« von 1928, 1973
Raimer Jochims Josef Albers, 1972
Imi Knoebel Odyshape III, 1994
Richard Paul Lohse o.T. (grün aus gelb und blau), 1955/72
François Morellet 40.000 carrés 50% rouge clair 50% bleu clair, 1962
Alexander Rodtschenko Cinzano. Sainte Russie, um 1920
Peter Roehr o.T. (TY 1 ), 1965
Günther Uecker Diagonale Struktur, 1975
Victor Vasarely Onyx-1, 1966
Luigi Veronesi o.T., 1937
Friedrich Vordemberge-Gildewart Composition No. 188, 1952
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