Camille Graeser - Vom Entwurf zum Bild

 

08. Mai bis 19. September 2010

Farbe (Camille Graeser)

Projektleitung:
Dr. Vera Haussdorf und Dr. Barbara Willert

Der Zürcher Konkrete Camille Graeser favorisierte zeitlebens wissenschaftliche Kompositionsmethoden. Seine konstruktiv-konkreten Gemälde folgen analytischen
Regeln und rationalen Ordnungsprinzipien. Dem Prozess der Bildfindung gehen stets zahlreiche Studien und Entwurfszeichnungen voraus. Diese kleinformatigen Papierarbeiten begleiten Graesers gesamtes Schaffen. In ihnen deklinierte er seine Bildthemen systematisch durch und erprobte Variationen der Komposition und Farborganisation.

Die Ausstellung im Museum Ritter zeigte ausgewählte Studien und Skizzen aus Graesers Zürcher Werkperiode (1937-80). Sie wurden im Dialog mit realisierten Reliefs und Gemälden aus allen wichtigen Werkgruppen des Künstlers präsentiert, beginnend mit frühen Reliefs aus den späten 1930er Jahren bis hin zu den so genannten „Stäben“ aus den 1970ern. Damit wurden nicht nur Camille Graesers zentrale Bildthemen vorgestellt, sondern zugleich faszinierende Einblicke in den Entstehungsprozess einer Komposition von der ersten flüchtigen Ideenskizze bis hin zum realisierten Bildwerk gegeben. Unter den Exponaten befanden sich auch wichtige Gemälde des Künstlers aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter.

Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit der Camille Graeser-Stiftung, deren Konservatorin Vera Hausdorff das Konzept entwickelte. Erste Station der Präsentation war im Sommer 2009 das Haus Konstruktiv in Zürich.

Begleitend zu der Ausstellung ist ein gleichnamiger Katalog im Wienand Verlag, Köln, erschienen.

Abblidungen von oben nach unten:
Camille Graeser, Astrale Konstruktion, 1943 und Abgewandelte Quadrate, 1943
Camille Graeser, Caput mortuum - grün 1:7, 1968
beide
© Camille Graeser-Stiftung / VG Bild-Kunst, Bonn 2009

 
Herzlichen Dank an: