François Morellet

Die Quadratur des Quadrats

17. Mai bis 27. September 2009

Kuratorinnen:
Gerda Ridler und Dr. Barbara Willert

Mit einer große Einzelausstellung würdigte das Museum Ritter einen der bedeutendsten französischen Künstler der Gegenwart. François Morellet zählte zu den wichtigsten Vertretern der Geometrischen Abstraktion und galt als Mitbegründer der Konkreten Kunst. Seit über einem halben Jahrhundert schaffte er abstrakte Kompositionen in verschiedenen Materialien und Techniken und vereinte dabei eine rational systematische Vorgehensweise mit spielerischer Leichtigkeit und hintergründigem Humor.

Der Titel der Ausstellung „Die Quadratur des Quadrats“ ist einer Neonarbeit des Künstlers entlehnt. „Was bedeutet dieser Titel? Natürlich nichts,“ so François Morellet „außer meiner doppelten Obsession für Quadrate und Sinnlosigkeiten….Mir scheinen Humor, Ironie, Spott und Frivolität die notwendige Würze zu sein, um Quadrate, Systeme und alles Übrige verdaulich zu machen.“ Mit dieser Haltung gelang es dem Künstler immer wieder, mit einfachen Mitteln zu verblüffen und aus geometrischen Formen extrem wirkungsvolle und ironisch-witzige Werke zu schaffen.

Die Ausstellung gab mit 50 Arbeiten aus allen wichtigen Werkphasen einen Überblick über das umfangreiche Schaffen Morellets. Neben geometrischer Malerei wurden Arbeiten aus Rastergittern und Klebeband sowie Lichtinstallationen aus farbigen Neonröhren präsentiert. Die Auswahl der Werke fand in enger Abstimmung mit dem Künstler statt und gewährte dem Betrachter einen persönlichen Blick auf über 60 Jahre geistreich-provokanten Schaffens.

Abbildungen ganz oben:
François Morellet:
10 lignes au hasard hybrides jaune et blanc, 2008
© VG Bild-Kunst, Bonn 2009