Marcello Morandini

Bianco e Nero

21. Mai bis 3. Oktober 2006

Kuratorin:
Gerda Ridler


Marcello Morandini gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Konstruktivistischen Kunst. Er arbeitet zugleich als Designer und Architekt. Die Ausstellung im Museum Ritter war als Werkschau konzipiert. Die knapp 50 Arbeiten baten einen Überblick über das Werk Morandinis der letzten 30 Jahre. Ein Schwerpunkt lag auf Werken zum Thema Quadrat und auf neueren Arbeiten, die zum Teil speziell für die Ausstellung im Museum Ritter geschaffen wurden. Gezeigt wurden Bilder, Reliefs und Plastiken.

Vom Konstruktivismus ausgehend, widmet sich Morandini elementaren geometrischen Formen. Dies geschieht in schwarz-weißen Serigrafien, Siebdrucken sowie Objekten und Multiples aus Holz. Dabei entwirft der Künstler nach präzise festgelegten mathematischen Vorgaben Reihungen und Formentwicklungen. Die farbliche Reduktion auf Schwarz und Weiß lenkt dabei den Blick auf die Formen und deren ästhetische Werte. Morandini folgt dabei einem Grundgedanken der Konkreten Kunst, die danach trachtet, visuelle Strukturen aus einer mathematischen Logik heraus zu entwickeln. Die streng serielle Ausgestaltung einfacher geometrischer Gebilde weist ferner auf Morandinis Bezug zur Op Art und deren Interesse an dynamischen Wirkungen hin. Schwarz und Weiss, das Zusammenspiel dieser beiden Nichtfarben findet im künstlerischen Werk Morandinis zu einer ausdrucksstarken Synthese.